Dampf-Speisepumpe
Nun endlich setze ich meinen Wunsch in die Tat um, eine Dampf - Kolben - Pumpe an meine 89 621 anzubringen. Ich verbinde damit den Wunsch im heiß abgestelltem Zustand den Wasserstand "zu halten" und was mir wichtiger ist einen schönen Sound! | ||||
Zunächst wollte ich die Mittlere Speisepumpe (hier alle im Bild) von der Fa. Hans Link verwenden, die erschien mir dann aber doch zu groß und so schwenkte ich doch noch auf die kleine um. | ||||
Ich kann sagen eine blanke Messe das Teil !! Habe sie mit Druckluft getestet. Sie läuft sehr leicht an und fördert bei 60 Hüben pro Minute ca. 200 ml. Das sollte durchaus genügen. |
||||
Nun stürzte aber das nächste Problem auf mich zu: Wie anbringen das gute Stück? |
||||
- |
will ich sie auf dem Umlaufblech befestigen, dann muss ich fast die ganze Lok zerlegen, um definierte Löcher bohren zu können. | |||
- |
auf die Stirnseite des Wasserkastens? Dann hätte ich mit den Leitungen Probleme und 's sieht irgendwie doof aus! |
|||
- |
an der Rauchkammer? Geht nicht, da dort die Verkleidungen der Einströmrohre sind. |
|||
Da
kam mit die Idee: Auf dem Umlaufblech an der Stelle, wo ohnehin schon Löcher sind, wo das vordere und hintere Umlaufblech verbunden sind.
Nun musste noch ein Winkel
her! |
||||
In die Rückseite musste ich
noch zwei Vertiefungen für die Rückseitigen Verschraubungen der Pumpe
fräsen. Ebenso im Fuß eine Aussparung für das Verbindungsblech der
Umlaufbleche. |
||||
Nun das ist jetzt der Stand: (01.06.2007)
Die
Kesselspeisventil-Attrappe musste weichen. Der rechte untere Anschluss (Wasser zum Kessel) muss in einem etwas engen Radius zurück gebogen werden oder ich baue hierfür ein "Umlenkstück". |
||||
Nun jetzt muss ich noch auf diverse Teile, Armaturen und Verschraubungen warten und dann geht es weiter! | ||||
Inzwischen ist die Pumpe an der Lok angebracht und die Dampfzuleitung angeschlossen und getestet. |
||||
23.06.07 Die Pumpe ist nun angebaut und hat ihren ersten Test in Auenhain bestanden. Es gelingt ihr durchaus mit "Ruhefeuer" den Wasserstand im Kessel noch auszubauen. |
||||
Sie läuft
einwandfrei und problemlos an. Nur das Kondensat macht ihr halt ein wenig zu schaffen. (Dazu hatte ich ja schon eine Idee) Also ergeben sich neue Ideen und Notwendigkeiten: 1. der Abdampf des Steuerkolbens saut ein
Wasser-Öl-Gemisch auf die Pumpe 2. der Abdampf der Pumpe könnte gute Dienste leisten, wenn er über ein T-Stück in den Hilfsbläser münden würde. Dann facht er gleich das Feuer mit an bzw. hält es am Brennen. 3. es muss ein Kondensatabscheider her. Dazu habe ich auch schon einen Behälter gebaut, nur gefällt mir das alles noch nicht so ganz. Da muss ich noch etwas darüber brüten und gleich 4. mir noch einen neuen Verdrängungsöler einfallen lassen. Der jetzige, wird seinen Aufgaben nicht gerecht. 5. naja, die Rohre werden wohl noch schwarz 6. ich überlege, ob ich die Fahrpumpe still lege. Diese reicht zwar weite Strecken auf um den Wasserstand halbwegs zu halten, aber ohne zusätzliche Pumpe kann man sich alleine mir ihr nicht auf die Strecke (in Sinsheim) trauen. Dazu müsste sie mind. das 1,5 fache fördern. (ggf. baue ich eine neue) |
||||
24.06.07 Nun war ich eben in der Werkstatt: Links der Kondensatabscheider und rechts der neue Verdrängungsöler.(Letzterer von mir nur modifiziert) (Ja, ein klein wenig schief. Muss künftig noch bissel genauer beim Fräsen einspannen. Ich lerne es schon noch!) Die Kugel ist derzeit noch eine
Elastomerkugel 3 mm Durchmesser. Leider schwimmt diese nicht! Ich habe
aber festgestellt, dass sobald ein Unterdruck entsteht einiges an Wasser
abfließt ehe die Kugel wieder schließt. Vielleicht genügt das ja schon.
Sonst werde ich ggf. eine 3,5 mm Elastomerkugel einsetzen, die von unter
her mit einer Nirosta-Feder ca, 0,5 mm aus ihrem Sitz gedrückt wird. Im
Dampfstrom wird sie dann schon schließen. Ggf. lässt sich die Aushebung
mittels einer Schraube einstellen. Wenn alle Stränge reissen setze ich
einen kleinen Hahn oder eben eine undichte Schraube ein. Also mal sehen
wie es in der Praxis geht. |
||||
03.10.07 Neues von der Dampfpumpe: Ich habe mich nun dazu entschlossen kein "automatisch wirkendes" Kondensatventil einzubauen. Es waren im Augenblick zu viele unlösbare Probleme. So kam es zum Einbau eines Handradventils, das ohnehin einen technischen Eindruck vermittelt. Dieses leitet das Kondensat zwischen den Rahmenwangen nach unten. Das Ventil bleibt während der Fahrt ganz leicht geöffnet und kann somit ständig im Betrieb das Kondensat ableiten. Der Druckverlust lässt sich dabei in Grenzen halten. Inzwischen habe
ich noch die Abdampfleitung zum Schonstein hinauf verlegt. Diese
mündet dort in ein ca. 10 mm dickes Auspuffrohr, aus welchem das
dort auftretende Kondensat wieder nach unten abgeleitet wird. Das
ist aber noch im Versuchsstadium. Ich kann aber schon berichten,
dass der Auspuffsound enorm gewinnt und im Betrieb kaum noch
Kondensat auftritt. Video hier zu
sehen (ca. 1,2 MB)
nur meine Kamera war nicht immer scharf Nächste Arbeiten: |
||||
24.10.07 es geht langsam weiter: Der Auspuff mit Entwässerungsleitung nimmt Gestalt an, die Dampfzuleitung wurde nochmals wärmeisoliert. |
||||
11.11.2007 die Ummantelung vom Kondensatabscheider entsteht: Der Abscheider wurde mit selbstklebenden Filz ummantelt. Nun habe ich aus 0,2mm (oder so) Ms-Blech ein Mantel geschnitten. Der passt auch schon. Ich muss aber noch die beiden Böden herstellen. Dazu benötige ich erst einmal ein Holz über das ich die Böden krümpeln kann. Dann will ich den Mantel umlegen und verlöten. Als letztes kommt Farbe drauf.
|
||||
24.11.2007
so... fertsch: So, damit ist das Kapitel Dampf-Kolben-Speisepumpe, in Fachkreisen Link-Pumpe genannt, erst einmal beendet. Der Kondensatabscheider hat seine Wärmeisolierung erhalten und der Öler hat ein neues Wasserablassventil bekommen. Den heißen Dampf-Test hat sie eben ohne Beanstandungen überstanden. Im Kessel sind im Moment noch ca. 4 atü (ich mag mich von der Bezeichnung nicht trennen) und das Bad wird eben gereinigt. Alles läuft zu meiner Zufriedenheit ! Sinsheim 2008 kann kommen ! |